
Die Entwicklung begann
mit dem "TPV"
= Toute Petite Voiture (Ganz kleines Auto)
Bereits ab 1936 wurden Prototypen fertiggestellt
und umfassenden
Probefahrten unterzogen.
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Nur wenigen ist bekannt, dass die Entwürfe für den
Citroën 2 CV
von Flaminio Bertoni stammen.
Die Ausführung des Motors war Anfangs noch nicht ganz klar.
Man war sich noch nicht ganz sicher, ob besser ein wasser- oder
ein luftgekühlter Motor verwendet werden soll. Erste Probefahrten
haben, dem Gerücht nach, sogar mit 2-Zylinder Boxer-Motoren
aus BMW-Motorrädern stattgefunden.
Auch wassergekühlte Motoren wurden ausprobiert.
Im Jahre 1939 ist dann eine Vorserie
von 200-250 Stück gefertigt worden.
Als dann von deutscher Seite plötzlich
Interesse an diesem Projekt bestand, entschloss
man sich bei Citroën, die Prototypen und Vorserienfahrzeuge
zu vernichten und die Entwicklung aufzugeben. Von
den Prototypen nur einige wenige versteckt überlebt.
Die Weiterentwicklung soll dann in den
Kriegsjahren, angeblich ohne Wissen der Geschäftsführung,
von wenigen überzeugten weitergeführt worden sein.
Einige Details der ersten Enten, wie z.B. die Karosserie aus
Dural-Aluminium oder die feststehende Starterkurbel, sind dabei
auf der Strecke geblieben. 1948
erfolgte schließlich erste Vorstellung des "Citroën
2 CV" (wie das Fahrzeug jetzt offiziell hieß) auf
der internationalen Automobil Ausstellung in Paris.

Der Name 2 CV leitet sich von der Leistung
des Fahrzeuges für die Bemessungsgrundlage der französichen
Besteuerung ab. 2 CV = Deux Chevaux = 2 Pferdestärken (Steuertechnisch).
Die Motorhaube blieb hier jedoch
sorgfältigst verschlossen. Das Motorenproblem war noch
nicht endgültig gelöst.
an hatte sich inzwischen entschieden, einen selbst entwickelten
luftgekühlten 2-Zylinder-Boxermotor einzusetzen, aber der
war noch nicht fertig.
Endlich, 1949, Vorstellung des
Fahrzeuge auf gleicher Ausstellung. Dieses mal komplett - mit
Motor.

Gut, das Auto war in der Tat sehr einfach.
Es war auch nicht wirklich hübsch.
9 PS versprachen auch nicht unbedingt Leistung ohne Ende. Aber
es hatte einen sehr niedrigen Preis, so lagen bereits auf der
Ausstellung in Paris tausende von Bestellungen vor.
Nun hatte Citroën plötzlich ein Problem.
Es gab noch keine Produktionsanlagen. Also entschied man, dass
das Auto nur gegen Freigabe durch das Werk zum Besitzer kam.
Wer einen 2 CV haben wollte, musste beim Händler erst einmal
Formulare ausfüllen und das Auto "beantragen".
Vorrangig wurden erst einmal Landwirte und Gewerbetreibende
beliefert. Trotz dieser Maßnahme entstanden Wartezeiten
von bis zu 6 Jahren.
Es dauerte dann aber nicht lange, bis
die Ente weiterentwickelte wurde. 1950 erschien bereits die
erste Variante: Der 2 CV AU, ein Kleinlieferwagen auf Basis
des 2 CV´s.

Bereits 1954 gab es neue Motoren mit
jetzt 12 PS.
Der Hubraum wurde von 375 ccm auf 425 ccm erhöht. Schon
1957 erhielt der 2 CV eine richtige Kofferraumklappe aus Blech,
statt des bis zur hinteren Stoßstange herunterreichenden
Rollverdeckes.


Interessant war auch der Einbruch von
Citroën in die Allradszene. Bereits 1958 gab es einen "2
CV Sahara". Dieses Modell wurde für die französische
Armee entwickelt und verfügte über Allradantrieb mit
zwei Motoren. Die "Kraftquellen" ,von Anfangs 2 x
12 PS, ließen sich getrennt starten. Man konnte mit vorderem,
hinterem oder mit beiden Motoren fahren. Vom Sahara wurden nur
694 Exemplare gefertigt. Es ist heute das gesuchteste Modell
des 2 CV´s.
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1961 war dann Schluss mit dem Wellblechcharakter.
Die Wellblechhaube musste der neuen "glatten" Ausführung
weichen.
Ab 1963 gingen dann die Vordertüren "verkehrt"
rum auf.
Auch Citroën hat damit die "Selbstmördertüren"
abgeschafft.
Von 1965 an wurde hinten seitlich je ein drittes Fenster montiert.
Jetzt war die Ente beim einparken
fast übersichtlich.
Von da an änderte sich die Optik der Ente nur wenig. Die
Leistung stieg langsam
aber stetig über 16 und 25 PS auf zum Schluss 29 PS und
602 ccm Hubraum.



Es gab auch immer wieder Versuche seitens
Citroën die Ente loszuwerden.
Anfangs mit dem Ami und der Dyane, später dann mit dem
LN.
Es blieb bei Versuchen.
Die Ente war und ist in der ganzen Welt
unterwegs. Mit Ihr wurden Weltumrundungen, das Ersteigen extremer
Höhen, sowie diverse Raids durch z.B. Sahara, USA, Australien
und die ehemalige UdSSR durchgeführt. Neben
dem normalen 2 CV, der übrigens immer ein Rolldach hatte,
gab es noch verschiedene Varianten.
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Die Ente wurde bis 1987 hauptsächlich in Frankreich produziert.
1990 kam dann, nach der Produktionsverlagerung
nach Portugal, leider das endgültige aus für dieses
über 5-Millionen mal produzierte Fahrzeug. Bis dahin wurde
die Ente z.B. in Frankreich, Belgien, England, Chile, Argentinien,
Spanien und Portugal gefertigt. Heute wird die Ente in einer
internationalen Clubszene gepflegt.
Sie hat sich inzwischen zu einem gefragtem Auto entwickelt.
Besonders die frühen Produktionsjahre sind schwierig zu
bekommen und können schon mal bis zu 10.000,- Euro kosten
wenn sie wirklich gut beieinander sind.
Extrem wird es bei der Sahara. Wer ein solches Modell ergattert
und dann restauriert, muss sich auf den Gegenwert eines gut
ausgestattetem neuem Standardautos (z.B. aus Wolfsburg) einstellen.