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Citroën GS
Der Citroën GS (Grande Série / Großserie), später GSA, war ein PKW-Modell des französischen Herstellers Citroën. Zwischen 1970 und 1986 wurden 2,5 Millionen Autos dieses Typs hergestellt. Die meisten davon im Werk Rennes in der französischen Bretagne. Der GS mit seinen fließenden Linien besaß Frontantrieb und grundsätzlich Vierzylinder-Boxermotoren mit Luftkühlung. Sein Hydrauliksystem, die Hydropneumatik, wurde in vereinfachter Form vom großen Schwestermodell Citroën DS abgeleitet. Im GS entfiel z.B. die Servolenkung.
Der GS wurde 1971 zum Europäischen Auto des Jahres gewählt. Er bot fortschrittliche Technik für einen relativ geringen Preis. Das eigentlich gute Auto fiel jedoch bald wegen seiner schlechten Verarbeitungsqualität auf. Dies resultierte in England u.a. darin, dass die im Jahr 1979 in Mengen produzierten Autos nicht verkauft werden konnten und in Southampton für bis zu zwei Jahre der salzigen Luft ausgesetzt waren. Beide Modelle standen im Ruf, sehr rostanfällig zu sein. Mit dem hydropneumatischen Fahrwerk bot der GS/A einen Komfort, den man bis heute in seiner Klasse (untere Mittelklasse) vergeblich sucht. Leider bietet auch Citroën selbst die Hydropneumatik heute nur noch ab der oberen Mittelklasse an. Das Bedienkonzept des GSA - alle Schalter befinden sich in zwei "Bedienungssatelliten" und sind erreichbar, ohne die Hände vom Lenkrad zu nehmen - setzte sich beim Publikum trotz seiner hohen Praxistauglichkeit nicht durch. Als eines von wenigen Autos westlicher Produktion wurde der GSA auch in die DDR importiert. Die Produktion in Frankreich wurde 1985 eingestellt, in anderen Ländern wurde er noch bis 1990 produziert.
Versionen:
Folgende Angaben beziehen sich auf die österreichische Modellpalette dieses Typs (1984). In diesem Jahr wurde nur noch der 1299er Motor mit 48 kW (65 PS) angeboten, die einzelnen Modelle unterschieden sich nur durch ihre Ausstattungen.

GSA Spécial - das Basismodell, eher nüchtern ausgestattet und serienmäßig mit 4-Gang-Getriebe versehen. Zu erkennen ist diese Version an den nicht vorhandenen Radzierdeckeln. Wurde auch in der Steilheck-Kombiversion Break angeboten.

GSA Club - komfortabler und wohnlicher ausgestattet, Analoguhr, Halogenscheinwerfer, 5 Gänge. Auch den Club gab es als Break.

GSA Pallas - Wie bei Citroën üblich tragen die edelsten Ausführungen die Bezeichnung Pallas. In dieser Version gab es Drehzahlmesser, Velours, einen drehzahlschonenden 5. Gang, Kartenleselampen und Mittelarmlehne hinten. Markentypisch erinnerten die Sitze mehr an einen Fauteuil als an Autositze.

GSA X-1 - Die abgespeckte Sportversion, in der Ausstattung dem Modell Spécial ähnlich, aber zusätzlich mit Drehzahlmesser, kurz übersetztem 5. Gang, Heckspoiler, Integralsitzen vorne, Nebelscheinwerfern und Halogenlicht. An den Spécial erinnern vor allem die mit billigem Plastik verkleideten Türen.

GSA X-3 - Die sportliche Topversion des GSA. Zusätzlich zur X-1 Ausstattung verfügen diese Modelle noch über eine Heckscheiben-Wisch-/Waschanlage, Türen mit Stoffverkleidung, Kartenleselampe etc.

Durch die drei verschiedenen Getriebe fuhr sich jeder GSA auch anders. Die Modelle X-1 und X-3 wirkten durch den drehfreudigen Motor trotz relativ geringer Leistung erstaunlich agil.

GS und GSA - die Unterschiede:
Ab 1972 wurde ein Kombi (Break) als Lieferwagen angeboten. Die Versionen zwischen 1970 und 1978 wurden als GS bezeichnet, nach einem gründlichen Facelift innen und außen 1979 wurde das Fahrzeug bis 1986 als GSA verkauft. Sichtbare Änderungen des GSA war eine Heckklappe und Kunststoffstoßstangen, geänderte Rückleuchten, Kunststofftürgriffe sowie innen ein futuristisches Armaturenbrett aus Kunststoff mit Bedienungssatelliten. GS und GSA verfügten wie die „großen“ Modelle über Hydropneumatik und vier Scheibenbremsen, was in der unteren Mittelklasse selbst in den frühen 90er Jahren noch kein absoluter Standard war.

Motoren:
Angeboten wurde der GS (stärkere und sportlich ausstaffierte Versionen GSX und GSX2) mit 1015, 1129, 1220 bzw. 1299 cm³ Hubraum, die 40-47 kW (54-64 PS) leisteten. Zudem gab es für kurze Zeit ein Modell mit Zweischeiben-Wankelmotor von Comotor namens Birotor, mit 105 PS. Der GSA wurde angetrieben von einem luftgekühlten Vierzylinder-Boxermotor mit 42-48 kW (57 bzw. 65 PS). Entgegen landläufiger Meinung handelt es sich beim Motor nicht um eine simple Weiterentwicklung des 2CV-Motors, sondern um eine weitgehende Neukonstruktion: anstelle einer zentral im Kurbelgehäuse gelegenen Nockenwelle kamen obenliegende Nockenwellen (OHC) zum Einsatz, die von jeweils einem Zahnriemen angetrieben wurden.