Technik:
Die Verkaufszahlen brachen bereits 1992 ein, weil diverse Probleme
vor allem mit der Elektronik auftauchten, diese wurden allein
in der Phase des XM Y3 (Herbst 1989August 1994) zweimal
überarbeitet.
Die zweite Serie des XM (Y4, ab Mitte
1994) mit Hydractive II gilt als ausgereift und zuverlässig.
Obwohl es den XM in vielen Versionen bis hin zu den luxuriös
ausgestatteten Pallas und EXCLUSIVE gab, konnte er nur einen
relativ kleinen Kundenkreis erschließen; der anfangs beschädigte
Ruf konnte sich scheinbar nicht mehr recht erholen, obwohl dieses
Auto bei seinem Erscheinen eine damals außergewöhnliche
Fülle von anspruchsvoller Technik und Komfort bot.
Der Vierzylinder-Benzinmotor des XM
mit 2,0 Litern Hubraum wurde (in Deutschland) als normaler Einspritzer
mit 89 kW (121 PS) und später auch aufgeladen als Turbo
C.T. (= Constant Torque = konstantes Drehmoment) mit 104 kW
(141 PS) im Y3 und 108 kW (147 PS) im Y4 angeboten. Außerdem
gab es einen V6 mit 3,0 Litern Hubraum und 167 PS, von dem ab
1991 auch eine 24V-Version mit folgenden Leistungsmerkmalen
gebaut wurde: 200 PS, 0100 km/h= 8,0 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit
235 km/h. Der Hubraum dieser Motoren von beinahe 3000 cm3 wurde
im Laufe der Bauzeit leicht reduziert, wonach der XM in einigen
Ländern in eine geringere Steuerkategorie fiel. Mit dem
Modellwechsel 1994 wurde der 2-Liter-4-Zylinder gegen einen
neuentwickelten 16-Ventiler mit 132 PS getauscht. Ab 1998 gab
es komplett neue Benzinmotoren. Der neue V6 24V (Motor ES9J4,
wurde auch im Xantia, Peugeot 406/Peugeot 607 sowie in abgewandelter
Form im Renault Espace verbaut), hatte - anders als der alte
V6 - keine Steuerkette mehr, sondern wie alle anderen XM-Motoren
eine Ventilsteuerung über Zahnriemen. Der Turbo C.T. wurde
dann auch mit der Steuernorm D3 angeboten. Alle 4-Zylinder-Ottomotoren
sowie die 2,1 Liter Diesel- sowie die V6-Ottomotoren mit 167
und 190 PS waren auf Wunsch mit einer 4-Stufen-Automatik von
ZF lieferbar.
Der alte V6 (12V und 24V) war mit
der selbstrückstellenden und geschwindigkeitsabhängigen
Lenkung DIRAVI ausgerüstet, wie sie auch der CX hatte.
Diese Besonderheit fiel mit dem Motorenwechsel 1997/98 weg.
Ebenfalls verfügbar waren drei
zuverlässige Vierzylinder-Dieselmotoren: ein 2,1-Liter
Saugdiesel mit 83 PS (Höchstgeschwindigkeit 172 km/h) sowie
zwei Turbodiesel. Der 2,1-Liter-Turbodiesel mit drei Ventilen
pro Zylinder leistete 109 PS, der 2,5-Liter 129 PS, der XM erreichte
damit maximal 190 bzw. 208 km/h. Laufleistungen von über
350.000 km sind bei vernünftiger Fahrweise möglich,
der 2,5 l-Motor ist allerdings konstruktionsbedingt nicht für
längere Vollgasfahrten geeignet.
Der XM war auch als XM Break in einer
Kombiversion mit ungewöhnlich großem Stauraum erhältlich.
Höherwertige Ausstattungen der Limousine umfassen eine
zweite, innere Heckscheibe aus Glas, die bei geöffneter
Heckklappe die Fondpassagiere vor Zugluft schützte.
Nach der Einstellung der XM-Produktion
war der in der Mittelklasse angesiedelte C5 die größte
Citroën-Limousine, erst mit dem im Jahr 2005 vorgestellten
Modell C6 gab es einen Nachfolger für den XM.