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Die Federung:

Die wichtigsten Funktionen einer Automobilfederung bestehen darin:
-die Räder in die Lage zu versetzen, dem Bodenprofil zu folgen, ohne übergroße Belastungen auf die Karosserie zu übertragen;
-die Räder in Kontakt mit dem Boden zu halten;
-die auf die Fahrgastzelle und allgemein die Karosserie des Fahrzeugs übertragenen Bewegungen maximal zu dämpfen.
Dies kann zumindest teilweise durch die kombinierte Wirkung von Federn und Dämpfern erreicht werden.

Grundbegriffe
Um die auf Unebenheiten der Fahrbahn zurückzuführenden Vibrationen und Stöße zu filtern, d.h. sie zu absorbieren oder zu reduzieren, ist zwischen Rad und Karosserie der Einbau eines elastischen Elements erforderlich.
Damit die Radaufhängung diese Stöße optimal auffängt, muß die Feder weich, d.h. möglichst flexibel sein.
Aber die Unebenheiten der Fahrbahn bewirken auch sprunghafte Bewegungen der Räder und Schwingungen des Fahrzeugs (was sich nachteilig auf die Straßenlage auswirkt). Die Amplitude dieser Bewegungen ist umso größer, je flexibler die Federung ist. Sie müssen also reduziert werden. Das ist die Aufgabe des Dämpfers: er muß zugleich die Schwingungen der Karosserie verhindern und die Räder in Kontakt mit dem Boden halten.
Die Feder/Dämpfer-Kombination ist der Grundbestandteil einer Radaufhängung und ausschlaggebend für ihre Qualität.
Der erste wichtige Parameter für die Beschreibung einer Radaufhängung ist die Eigenfrequenz der Achsen. Diese wird definiert durch die Steifheit (das Gegenteil der Flexibilität) des elastischen Elements (Feder, Gas), das die Achse mit der Karosserie verbindet, und durch den vom Fahrwerk getragenen Aufbau des Wagens.
Als zweiter Parameter ist der Dämpfungsgrad zu berücksichtigen.

Ein schwieriger Kompromiß
Um guten Komfort zu gewährleisten, ist eine Federung mit hoher Flexibilität und geringe Dämpfung erforderlich. Für die gute Straßenlage ist dagegen eine weniger flexible Radaufhängung mit hoher Dämpfung erforderlich. Bei Federungen herkömmlichen Typs sind diese beiden Forderungen nur schwer zu vereinbaren, und man ist gezwungen, dem einen oder dem anderen Faktor den Vorzug zu geben. Erst die elektronisch gesteuerte hydraulische Federung macht es möglich, beiden Forderungen zu entsprechen.

Hydropneumatik:

Das Prinzip der hydraulischen Federung besteht darin, die herkömmlichen mechanischen Federn
durch zwei Medien zu ersetzen: eine Flüssigkeit (Mineralöl) und ein Gas (Stickstoff).

Physikalische Gesetze

Die verwendeten Gase und Flüssigkeiten unterliegen drei physikalischen Gesetzen:
-dem Pascalschen Theorem: Flüssigkeiten im Ruhezustand übertragen die Druckschwankungen, denen sie ausgesetzt sind, vollständig und an alle Punkte.
-dem Gesetz von Mariotte: Für eine gegebene, auf konstanter Temperatur gehaltene Gasmenge ist das Produkt von Druck und Volumen konstant. PxV=Konstant.
-der Laplaceschen Gleichung: Bei dynamischer Temperaturveränderung des Gases wird diese Beziehung zu PxV*=Konstant (* ist ein Faktor, der für Stickstoff 1,4 beträgt).

Funktionsprinzipien

In einer hydraulischen Federung ist das Gas das elastische Element, dessen Druck sich entsprechend der Belastung verändert. Die unverdichtbare Flüssigkeit stellt die Verbindung zwischen den mechanischen Elementen (bewegliche Elemente der Achsen) und dem Gas her.
Jedes Rad ist unabhängig von den anderen durch einen Lenker (1) mit der Karosserie verbunden. Ein mit dem Lenker verbundener Kolben (2) gleitet in einem Zylinder (3) und wirkt auf eine Flüssigkeit, die über eine Membran eine konstante Gasmenge in einer Stahlkugel (4) verdichtet. Die Flexibilität der sich daraus ergebenden pneumatischen Federung ist proportional dem Druck und dem Volumen, entsprechend der Formel PxV*=K.
Die hydraulische Federung ermöglicht hohe Flexibilität und konstante Bodenhöhe, unabhängig von der Belastung des Fahrzeugs: Eine automatische Korrekturvorrichtung verändert das Volumen der Flüssigkeit, um die Bodenfreiheit des Fahrzeugs bei Veränderung der Zuladung konstant zu halten.
Die Dämpfung wird durch den Durchfluß der Flüssigkeit durch kalibrierte Bohrungen erreicht, die entsprechend dem Flüssigkeitsdruck von Ventilen blockiert werden. 1. Längslenker
2. Kolben
3. Zylinder
4. Federungskugel



Die so erreichte Verlangsamung der Flüssigkeitsbewegung ist umso höher, je plötzlicher die von den Rädern verursachten Bewegungen eintreten. Dieser Dämpfer wird zwischen dem Zylinder und der Federungskugel eingebaut.

Eine neue Etappe

Eine hydraulische Federung kann als teilweise aktiv angesehen werden, da sie eine externe Energiequelle benutzt, um bestimmte Einstellparameter zu beeinflussen. Damit verleiht sie dem Fahrzeug eine ausgezeichnete vertikale Straßenlage und gutes dynamisches Fahrverhalten.
Angesichts der ständig wachsenden Forderungen, die an die Lagestabilität der Karosserie und das Kurvenfahrverhalten gestellt werden, ist Citroën einen Schritt weiter gegangen. Auf der Basis der in den letzten Jahren für die Entwicklung von aktiven Systemen geleisteten Forschungsarbeiten sowie der Fortschritte der Elektronik war es möglich, diese neue Lösung bis zur Fertigungsreife zu entwickeln.